Automatisierte Kundengewinnung, mehr Umsatz, Empfehlungen und starke Kundenbindung: All das geht mit automatisierten E-Mail-Sequenzen. Und zwar effizient und viel günstiger als andere Marketing-Maßnahmen. Hier bekommst du erprobte Best Practices für E-Mail-Sequenzen, die den Einsteig leichter machen!

Bist du für das Marketing deines Unternehmens verantwortlich und fragst dich, wie du automatisierte E-Mail-Sequenzen angehen sollst?

Um dir langes Recherchieren oder unnötige Fehler zu ersparen, teile ich hier mit dir, was erfahrungsgemäß gut funktioniert. Danach hast du schon das Basiswissen, um zu starten.

Wichtig: In diesem Artikel geht es weniger um den technischen Part wie Segmentierung, Trigger, und Analysen – sondern vor allem um E-Mail-Tipps zu Konzept, Inhalt und Copywriting.

Was ist eine E-Mail-Sequenz? 

Ob E-Mail-Serie, -Strecke oder -Sequenz: Gemeint ist eine Abfolge automatisch verschickter E-Mails. Die Trigger, die die Sequenz auslösen (und andere Bedingungen wie Zeitverzögerung zwischen einzelnen Mails) werden von dir bestimmt. 

Mögliche Trigger sind zum Beispiel:

Eine Leserin meldet sich zum Newsletter an.

Ein Interessent ruft ein PDF ab und hinterlässt dafür seine E-Mail-Adresse.

Oder ein Kunde hat ein Produkt gekauft. 

Das sind wichtige Punkte in der Customer Journey, um mit einer E-Mail-Sequenz sofort die Kundenbeziehung zu starten oder zu stärken. 

Zum Beispiel mit einer Willkommenssequenz, die neue Abonnenten automatisch begrüßt und vom Unternehmen überzeugt (und verkauft).

Oder einer Kunden-Onboarding bzw. Post Purchase Serie, die bei Kunden nach dem Kauf einen so guten Eindruck hinterlässt, dass sie wieder kaufen und das Unternehmen weiterempfehlen. 

Automatisiertes Marketing: Das bringen E-Mail-Sequenzen 

Meiner Meinung nach geht es bei den meisten E-Mail-Sequenzen vor allem um Kommunikation und Kundenbindung. Klar: Neue Kunden gewinnen, wachsen und mehr Umsatz machen sind die eigentlichen Ziele.

Doch das ist die langfristige Strategie dahinter. 

Denn obwohl eine Sequenz auch direkt verkaufen kann, wird in einer E-Mail-Sequenz vor allem die Kundenbeziehung aufgebaut. Und nichts vermittelt den Wert eines Angebots so effektiv wie die richtigen Worte – mit Copywriting wirst du viele Interessenten zu Kunden konvertieren können. 

Das kann konkret so aussehen: 

  • Mit Kunden eine gemeinsame Identität aufbauen, indem gemeinsame Werte betont werden, z. B. Naturverbundenheit, Produktivität oder Qualitätsbewusstsein. 
  • Die Zielgruppe über Vorteile und außergewöhnliche Features des Produkts informieren.
  • Interaktion herstellen, z. B. indem man sie dazu auffordert, zurückzuschreiben, ein Erstgespräch oder Demo zu buchen oder dem Unternehmen auf Social Media zu folgen.
  • Aufmerksamkeit zum besten Zeitpunkt nutzen (z. B. wenn jemand ein Whitepaper herunterlädt oder sich zum Newsletter anmeldet) und das Interesse nähren. 
  • Neuen Abonnenten ein gutes Gefühl dafür geben, dass sie sich für das Unternehmen interessieren und sie zum Handeln auffordern.  
  • Auf die wichtigsten, nützlichsten Blogartikel hinweisen.
  • Branding – E-Mail-Sequenzen können bei Interessenten das Image des Unternehmens aufbauen.

All dies wird dazu führen, dass die Kundengewinnung einfacher und effizienter ablaufen wird. Mitarbeiter werden – z. B. durch automatisierte Follow-ups – entlastet und mehr freie Ressourcen für andere Aufgaben haben.

Durch automatisierte Sequenzen wird Arbeitszeit einspart und das E-Mail-Marketing des Unternehmens auf das nächste Level gehoben. Ideal für den Umsatz des Unternehmens, Mitarbeiter und Kunden. Und das alles super effizient: Denn eine Sequenz ist nur einmal geplant, geschrieben und eingerichtet. Danach kann sie für lange Zeit tausende Mal verschickt werden. 

 

Vor dem Schreiben der E-Mail-Sequenz: Klarheit über Zielgruppe und Zweck

Damit du beim Funnelaufbau das volle Potenzial einer E-Mail-Sequenz nutzen kannst, ist etwas Planung notwendig. 

  1. Was braucht und interessiert deine Zielgruppe? Wie spricht sie und welche Fragen hat sie? An welchem Punkt stehen Interessenten, wenn sie die E-Mail-Abfolge bekommen werden? Wissen sie fast nichts oder sind sie schon sehr produktbewusst?     
  2. Welchen Zweck soll die jeweilige E-Mail-Sequenz erfüllen? Beginne bei der Planung mit dem Ende (gleiches Prinzip gilt auch für jede einzelne E-Mail). 

Wenn diese Punkte klar sind, kann es an das Konzept und Texten der E-Mail-Strecke gehen. 

Best Practices für E-Mail-Sequenzen
Best Practices für E-Mail-Sequenzen: Mit diesen Tipps mehr aus automatisiertem E-Mail-Marketing herausholen.

Best Practices für E-Mail-Sequenzen 

Wenn Interessenten ihre E-Mail-Adresse hinterlassen oder ein Produkt kaufen, bedeutet das in der Regel, dass sie von einem Unternehmen hören wollen. Es gibt also keinen Grund, sich unnötig zurückzuhalten. 

Mit diesen erprobten Tipps für E-Mail-Sequenzen wirst du am meisten aus diesem Tool herausholen können: 

 

1. Unbedingt eine Willkommenssequenz!

Wer Newsletter versendet, aber keine Willkommenssequenz einrichtet, verpulvert viel Potenzial. Denn wann bekommt man schon soviel Aufmerksamkeit von Interessenten wie zu dem Zeitpunkt, an dem sie sich anmelden? Wenn der Newsletter erst in einer Woche oder gar später kommt, ist schon viel Schwung verloren gegangen.

Und eines noch: Wenn du als Gegenleistung für die E-Mail einen Leadmagneten (oder Freebie) anbietest, erwarten die Menschen genau das – und keine lange E-Mail zur Unternehmensgeschichte (ich gebe zu, den Fehler habe ich in der Vergangenheit mehrmals gemacht). Schick also einfach eine kurze Mail mit dem versprochenen Content. Als P.S. geht aber der Hinweis, dass du dich in ein paar Tagen wieder meldest. 

2. Achte auf den Absendernamen.

Was Leser in ihrem E-Mail-Programm zuerst sehen, ist der Absendername. Was passt zu deinem Unternehmen? Ein Vorname allein ist nicht immer eine gute Wahl, denn man bringt nicht sofort das Unternehmen damit in Verbindung. Der Name des Unternehmens alleine kann distanziert wirken. Wie wäre es mit der Variante Vorname | Unternehmensname

3. Die Betreffzeile entscheidet über Opening Rate. 

47 % der E-Mail-Empfänger entscheiden alleine nach der Betreffzeile, ob die E-Mail geöffnet wird oder nicht. Und 69 % kennzeichnen eine E-Mail als Spam, wenn sich die Subject Line danach anhört. 

Egal, wie toll eine E-Mail ist: Wenn die Betreffzeile nicht gut ist, wird sie wahrscheinlich nicht gelesen. Deshalb schreiben die besten Copywriter der Welt viele verschiedene Varianten, bis sie die richtige haben (auch deshalb ist gutes Copywriting nicht billig zu bekommen).

Zu höheren Opening Rates führt, was an menschliche Neigungen appelliert. Also nichts, was sich wie „unsere Unternehmesgeschichte“ anhört. Das will einfach keiner lesen! 

Viel erfolgsversprechender sind Headlines, die Dringlichkeit, Knappheit, Neugier oder bekannte Schmerzpunkte nutzen. Oder einen konkreten Nutzen versprechen. Achtung: Die Betreffzeile braucht nicht alles zu verraten, was im Inhalt steckt, muss aber auf jeden Fall das Versprechen einhalten, dass sie macht. Clickbaits funktionieren zwar („Du wirst schockiert sein, wenn du das hier liest!“), sie gehen aber ganz oft nach hinten los: Leser klicken drauf, sind sauer, melden sich ab. Nicht gut. 

Da Betreffzeilen für konvertierende E-Mails so wichtig sind, brauchen sie extra Aufmerksamkeit. Wenn du keinen professionellen Copywriter für deine E-Mail-Sequenzen beauftragen kannst, such im Internet nach Beispielen für funktionierende Subject Lines. Danach hast du schon einen Eindruck, wie eine gute Betreffzeile aussehen kann. 

4. Eine E-Mail, ein Ziel, ein CTA!

Beginne immer mit der Frage:

Was ist das Ziel dieser E-Mail?

Daraus leitest du deinen Call-to-Acion ab. Du wirst merken, dass das Texten einfacher wird, wenn du immer eine konkrete Aussage im Sinn hast. So kann deine ganze  Sequenz das Ziel haben, Kunden zu binden, und jede einzelne Mail tut dies auf verschiedene Weise. 

5. Bitte in E-Mails direkt um das, was du möchtest. 

E-Mails sind auch deshalb so effektiv, weil die Ansprache persönlicher wirkt als auf Social Media. Wenn Leser also etwas tun sollen, bitte sie direkt darum. Zum Beispiel ein Erstgespräch buchen, eine kurze Umfrage ausfüllen, Feedback geben, dein Unternehmen weiterempfehlen oder ein gekauftes Produkt bewerten. Und immer nur ein CTA in einer E-Mail (s. Punkt 4).

6. Auf den richtigen Zeitpunkt achten!

Nicht nur der Inhalt, sondern auch wann Leser eine E-Mail bekommen ist wichtig. Du kannst den Abstand zwischen Trigger (was die E-Mail-Sequenz für einen Empfänger auslöst) und Versand der E-Mail frei bestimmen. Der beste Zeitpunkt, um nach der Anmeldung ein versprochenes PDF oder Video zu bekommen, ist normalerweise sofort. Doch wann beginnt die Post Purchase oder Customer Onboarding Serie? Oder wann soll ein fast-Käufer eine Abandoned Cart-Nachricht bekommen? Nach einer Stunde könnte schon penetrant wirken, doch wenn zu viel Zeit verstreicht, hat man womöglich den Zeitpunkt verpasst. Gehe gedanklich alle Berührungspunkte durch, damit Leser die jeweilige E-Mail zum optimalen Zeitpunkt bekommen. 

7. Lesenswerte Inhalte – was anderes wird nicht mal geöffnet!

Bei Analyse der Open Rate einer E-Mail-Strecke wird klar, dass mit jeder weiteren E-Mail die Öffnungsrate normalerweise etwas sinkt. Bei Anmeldung zum Newsletter z. B. ist die Motivation, sich mit einem Thema zu beschäftigen, groß. Danach nimmt das Interesse kontinuierlich ab – und deshalb sollten Lesern überdurchschnittlich interessante und außergewöhnliche Inhalte geboten werden. Menschen tun ja bekanntlich nichts, was ihnen nicht irgendwie etwas bringt. Die Texte müssen also immer die Lesezeit wert sein und sich von all den anderen – zum Großteil generischen – Inhalten in der Mailbox angenehm abheben. Deshalb können E-Mails nicht einfach nebenher geschrieben werden.

Halte Interessenten warm, indem du ihnen kurzweilige, gut geschriebene Texte bietest.

Ein Tipp:

Ein P.S. am Ende einer E-Mail kann ein Cliffhanger für die nächste Mail der Serie sein. Wecke Neugier und zeig ihnen, warum sie ihren Posteingang im Blick behalten sollen.   

8. Vertrauen ist gut. Auswerten und Analysieren ist besser. 

Automatisiertes E-Mail-Marketing ist super effizient, weil es dir einen Berg Arbeit abnimmt und du dich nicht ständig darum kümmern musst. Trotzdem solltest du die Performance deiner Sequenz und der einzelnen Mails auswerten und hier und da etwas verbessern. Auch A/B Testing ist sinnvoll, z. B. eine bestimmte E-Mail einen Zeitraum mit unterschiedlichen Betreffzeilen oder CTA zu versenden. Bei einer ausreichend großen Liste wirst du nach einiger Zeit feststellen, was bei deiner Zielgruppe am besten ankommt. So kannst du dein E-Mail-Marketing nach und nach auf eine bessere Conversion hin verbessern (und langfristig mehr Umsatz machen). Und zwar nicht nach Gefühl, sondern datenbasiert.

Das ist übrigens ein Merkmal von gutem Conversion Copywriting – es basiert auf Zahlen und Daten und nicht nur auf Kreativität.

9. Denke langfristig!

E-Mail-Sequenzen können in der automatisierten Kundengewinnung ein super effektives Marketing-Tool sein. Du kannst darin auch direkt verkaufen. Doch insbesondere in Willkommenssequenzen oder Customer Onboarding-Serien geht es vor allem darum, eine starke Kundenbeziehung aufzubauen.

Mehr Umsatz, Empfehlungen und Wachstum folgen später. Denke deshalb strategisch, und investiere ausreichend Zeit oder Geld bei deinem Funnelaufbau.  

Best Practices E-Mail-Sequenzen – als Einsteiger einen erfolgreichen Funnel aufbauen

Eine gute E-Mail-Sequenz kann automatisiert Kunden gewinnen und binden, doch dafür ist etwas Planung und Zeit notwendig. Mit oben genannten Tipps für effektive E-Mail-Serien hast du schon das Basiswissen, um unnötige Fehler zu umgehen.

Investiere jetzt etwas Zeit, damit dir deine Sequenzen schon bald viel Arbeit abnehmen und Ressourcen freischaufeln können.

Möchtest du diese Aufgabe lieber an jemanden abgeben, der sich schon gut damit auskennt? Dabei kann ich dir helfen. Schreib mir!